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FDP lehnt Alleingang bei Abschussprämie für Wildschweine ab

CDU und SPD haben im Kreistag beschlossen, eine Prämie für den Abschuss von Wildschweinen einzuführen – gegen die Stimmen der FDP.

Wir halten diesen Beschluss für den falschen Weg: Zuständig für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest ist das Land. Dort gibt es klare Regelungen mit ausgewiesenen Zonen, in denen eine Prämie von 100 € gezahlt wird. Der Kreis Soest gehört ausdrücklich nicht zu diesen Gebieten.

Mit einer eigenen Prämie von 40 € pro Tier wird dieses System unterlaufen und ein Flickenteppich geschaffen. Gleichzeitig belastet die Maßnahme den Kreishaushalt mit über 50.000 € – Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen 

Hinzu kommt: Es ist nicht einmal gesichert, dass diese Maßnahme überhaupt eine präventive Wirkung gegen die Ausbreitung der ASP hat. Dabei wird oft übersehen, dass der Kreis Soest bereits umfangreiche Vorsorgemaßnahmen ergriffen hat. ️

So gibt es ein systematisches Monitoring der Wildschweinbestände, bei dem Jäger Proben entnehmen müssen, um die Seuche frühzeitig zu erkennen. Außerdem wurde ein Online-Melder für tote Wildschweine eingerichtet, damit mögliche Fälle schnell untersucht werden können. Der Kreis informiert Landwirte regelmäßig und intensiv über notwendige Biosicherheitsmaßnahmen und bereitet die Betriebe gezielt auf einen möglichen Ernstfall vor.

Unser Fazit: Symbolpolitik auf Kosten der Steuerzahler hilft nicht weiter. Es braucht abgestimmte, wirksame Maßnahmen – und keine Alleingänge auf Kreisebene.